Arbeitgeberattraktivität und Imagebildung des Tourismus als Arbeitgeber
New Work im Tourismus?

New Work im Tourismus?

von Lukas Hartleif

New Work ist zu einem Begriff geworden, mit dem verschiedene Schlagworte verbunden werden. Beispielsweise wird oftmals an die Generation Z oder Start-Ups gedacht. Diese Worte alleine sind aber eine unzureichende Orientierungshilfe für Unternehmen. Deshalb kann es lohnend sein, einen Blick auf Konzepte zu werfen, welche die New Work Denkweise als Chance begreifen. Denn die New Work Philosophie bietet auch der Tourismusbranche eine interessante Perspektive.

Beispiele hierfür lieferten die Onlineseminare „New Generation – Neue Generation verstehen“ sowie „New Work – Neue Arbeitswelten“. Diese fanden am 06. Und 13. Juli im Rahmen des INTERREG-Projekts Attraktiver Tourismus (AB256) statt. Als Expertinnen standen Claudia Muigg und Gabriele Adelsberger zu Verfügung, welche Teil des Consulting-Unternehmens „Die Beraterinnen“ sind.

Ein wertvoller Input aus den Seminaren ist die X-Y-Theorie von dem amerikanischen Professor Douglas McGregor. Diese eignet sich für verschiedenste Unternehmen aus der Tourismusbranche. Sie basiert darauf, dass das Menschenbild der Führungskräfte einen entscheidenden Einfluss auf die Leistung der Mitarbeitenden hat. Gemäß der X-Theorie verfügen Menschen über eine geringe Eigenmotivation, wollen Arbeit vermeiden und können primär mit dem Gehalt motiviert werden. Demzufolge müsste ein Hotel lediglich ein hohes Gehalt bieten, sich aber sonst nicht um die Mitarbeitenden bemühen. Die Y-Theorie geht hingegen von Mitarbeitenden aus, die mithilfe ihrer Arbeit nach Zufriedenheit im Leben streben. Ein Gastronomiebetrieb muss sich, dieser Theorie folgend dafür einsetzen, dem Personal die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung zu geben. Beispielsweise können Kellner:innen Seminare mit Winzer:innen angeboten werden. Diese Seminare erhöhen die Kompetenz des Personals und bieten Raum für individuelle Weiterentwicklung. Das erhöht die Selbstinitiative und Kreativität. Interessanterweise spielt die Einstellung der Führungskräfte eine entscheidende Rolle dafür, ob das Personal sich eher wie Typ X oder Y verhält. Ein inspirierendes Beispiel für den Glauben an die eigenen Angestellten ist das Projekt eines Betreibers von Hotels und Ferienwohnungen. Dieser Betrieb ermöglichte den eigenen Auszubildenden eine Tour zum Kilimanjaro, um ihnen zu zeigen, wie groß ihr Potenzial ist. Ein positives Menschenbild im Einklang mit der Y-Theorie kann die Selbstinitiative der Angestellten erhöhen. Hierin besteht eine große Chance zur touristischen Wertschöpfung.

Weitere Seminare – zu spannenden Themen, wie Employer Branding, oder Coaching & Mentoring – finden Sie hier: https://www.attraktivertourismus.eu/schulungsprogramm/

Ausgewählte Seminare sind auf YouTube zur Nachschau verfügbar: Zum YouTube Channel Attraktiver Tourismus

Kontakt:

Lukas Hartleif: lukas.hartleif@fh-kufstein.ac.at

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