Arbeitgeberattraktivität und Imagebildung des Tourismus als Arbeitgeber
Talente entdecken: Vorteile des digitalen Recruitings

Talente entdecken: Vorteile des digitalen Recruitings

Kurzer Bericht zu ausgewählten Umfrage Ergebnissen des INTERREG „Attraktiver Tourismus“ (AB256)

von Lukas Hartleif und Markus Holzweber

FH KUFSTEIN TIROL

Erste Ergebnisse

Junge Jobsuchende präferieren digitale Karriere Plattformen. Genau diese Erkenntnisse sind Bestandteil des INTERREG-Projekts Attraktiver Tourismus (AB256). Aus dieser Umfrage unter rund 600 Teilnehmenden geht hervor, dass junge Jobsuchende von herkömmlichen Suchstrategien abweichen. Stattdessen nutzen sie neuartige, digitale Angebote, um einen Traumjob im Tourismus zu finden. Innovative Online-Plattformen können die zukünftige Wertschöpfung von Unternehmen im Tourismus maßgeblich beeinflussen. Um langfristig erfolgsversprechend aufgestellt zu sein, müssen Tourismus-Unternehmen passende Mitarbeiter finden.

Werben um digitales Vertrauen

Wir stellen hier selektiv ausgewählte Ergebnisse zur Diskussion: Junge Tourismus-Schüler freuen sich über soziale Bestätigung, nicht nur im privaten Bereich, sondern vor allem auch im Beruf. Zudem nimmt die Gruppe der Schüler, das ist die Generation Z, Freizeit und Berufsleben nicht zwingend als zwei verschiedene Dinge wahr. Dies erscheint für uns aufgrund der Ergebnisse der Befragungen wenig überraschend, denn die Grenzen zwischen den beiden Welten verlaufen in einer digitalisierten und jungen Gesellschaft fließend. Eine entscheidende Funktion auf digitalen Plattformen wird dem Vertrauen in eine Plattform und auch den Erwartungen an eine Plattform von Nutzern zugeschrieben. Diese Aspekte sind sowohl für die Generation Z, als auch für aktive Arbeitnehmer und Arbeitssuchende zutreffend.

Deshalb untersucht der vorliegende Bericht die Bereitschaft von Usern, digitale Suchformen für die individuelle und relevante Suche nach einer erfüllenden Arbeit im Tourismus verwenden zu wollen. Als Fallstudie wurden die Plattformen, „Karriere.at“ und „Hoteljob.Tirol“, untersucht. Als zentrale Innovation in unserer Untersuchung wird das Feature der inversen Suchfunktion, das von „Hoteljob.Tirol“ implementiert wird, analysiert. Nähere Details und Ergebnisse sind im Projektbericht zu finden.

Zur Methode der Umfrage

Die Umfrage wurde im Zeitraum von Mai bis Oktober 2020 durchgeführt. Es wurde an 800 Teilnehmende eine Einladung zur Umfrage ausgesendet. Insgesamt haben 402 der Gruppe der Schüler 180 der Gruppe der Arbeitnehmer und Arbeitssuchenden teilgenommen. Basierend auf der klassischen Zwei-Faktor-Theorie von Herzberg wurde die Anwendbarkeit auf moderne Tourismus-Arbeitsmärkte untersucht. Als Ergänzung wurde die Theorie des Person-Organisation-Fits angewendet, basierend auf klassischen Theorievertretern wie O’Reilly et al. (1991) oder Cable und Judge (1997) sowie neueren Vertretern der Theorie (Hamstra et al., 2019). Unser Forschungsdesign beinhaltet eine Literaturrecherche, Pilot-Interviews, Fokusgruppen Interviews und eine quantitative Umfrage.

Zentrale Aussagen

In der Gruppe der Schüler und Absolventen von Tourismusschulen besteht großes Interesse an der inversen Suchfunktion von „Hoteljob.Tirol“. Gerade Absolventen haben gezeigt, dass dieser innovative Anspruch zum Finden von relevanten Mitarbeitern großes Zukunftspotenzial in sich trägt.

  • Die Gruppe der Schüler und Absolventen zeigte wenig Interesse an traditionellen Plattformen wie beispielsweise „Karriere.at“.
  • Viel weniger ausgeprägt ist die Nachfrage nach der inversen Suchfunktion in der Gruppe der Arbeitnehmenden und Arbeitssuchenden.
  • Die Gruppe der Schüler und Absolventen haben eine ausgeprägte Intention für eine berufliche Karriere im Tourismus.

Die Vision von jungen Menschen für die berufliche Zukunft im Tourismus kann wie folgt zusammengefasst werden: Die individuellen Wünsche und Bedürfnisse, der Anspruch an nachhaltiges Wirtschaften im Tourismus-Unternehmen sowie die Attraktivität der Region bestimmen den Wunsch im Tourismus Karriere zu machen.

Weitere Details und Ergebnisse finden sie im Ergebnisbericht.

Kontakt:

Lukas Hartleif: lukas.hartleif@fh-kufstein.ac.at

Markus Holzweber: markus.holzweber@fh-kufstein.ac.at

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